Outs & Odds

Outs, Odds und Pot Odds

 

Was unterscheidet einen guten Poker Spieler von einem schlechten? Ein schlechter Poker Spieler erwartet nicht zu gewinnen während ein guter Spieler damit rechnet zu gewinnen. Gute Poker Spieler wollen immer einen Vorteil haben und kennen ihre genauen Gewinnchancen zu jedem Spielmoment. Der Schlechte Spieler hofft, dass er Glück hat. Der Profi vertraut auf sein Können!

Die meisten guten Spieler vertrauen auf die Mathematik hinter dem Spiel und beherrschen die wichtigsten Wahrscheinlichkeitsberechnungen. Der Nutzen dieser Berechnungen ist enorm. In folgenden Schritten könnt Ihr die Grundsystematik dieser Berechnungen verstehen und erlernen:

Odds and Outs sind einfache mathematische Hilfsmittel, mit denen man den Wert der eigenen Hand besser und richtiger einschätzen kann.

 

Die Outs

 

Wenn Pokerspieler von Outs sprechen, meinen sie die Zahl der noch im Stapel befindlichen Karten, die Ihr Blatt verbessern können. Dabei ist zu beachten, daß Outs nur Möglichkeiten wiederspiegeln, die in den nächsten Wettrunden eintreten können oder auch nicht.

Bei Texas Hold’em beginnt die Berechnung der Outs mit den Pocket Cards und dem Flop. Man kann sich die Outs auch schon vor dem Flop ausrechnen, doch ist die Anzahl der Outs normalerweise zu hoch und die daraus verfügbaren Informationen zu gering, um sie für eine sinnvolle Entscheidung heranziehen zu können.

Nach dem Flop kann man mit nun fünf bekannten Karten (3 Flop Karten und 2 Pocket Karten) die Anzahl der Outs ermitteln. In folgendem Beispiel versteht man das Konzept der Outs besser:
Angenommen, Du hast KhQh und der Flop erscheint mit 4h, 10s und 9h. Somit fehlt Dir nur noch ein Bube und du hast eine Straße. Da du weißt dass es vier Buben in einem Deck gibt und keiner davon offen liegt, hast Du vier Outs zur Straße. Ebenso fehlt Dir nur noch eine Herz Karte und Du hasst einen Flush. Es befinden sich insgesamt 13 Herz Karten im Deck, von denen bereits vier für dich bekannt sind. Somit bleiben 9 Karten die deine Hand zu einem Flush komplettieren würden, du hast somit 9 Outs für einen Flush.

Die Outs helfen einem die Wahrscheinlichkeiten zu erreichen, dass man das erwünschte Blatt erreicht; nehmen wir wieder obiges Beispiel:
Jedes Deck hat 52 Karten und da Du fünf Karten des Decks kennst (Deine zwei und die drei des Flops), sind Dir 47 Karten des Decks unbekannt. Dennoch weißt Du dass Du 4 Outs für eine Straße und 9 Outs für einen Flush hast. Die Chance einen der vier Buben beim Turn zu erhalten liegt bei genau 4/47 oder etwas mehr als 8%, die Chance eine der restlichen 9 Herzkarten zu erhalten liegt bei 9/47, oder etwa 19%.

Die Wertigkeit von Draws, die Möglichkeit seine Hand zu verbessern, hängt im Wesentlichen davon ab wie viele Outs die gespielte Hand hat. Dabei werden im Allgemeinen drei Kategorien unterschieden.

Weak Draw: 4 outs und weniger. Ein Weak Draw sollte nur in der late position gespielt werden und auch dann nur wenn die Pot Odds deutlich dafür sprechen. Sobald mehrere Spieler beteiligt sind, also ein multiway pot entsteht, sollte man bei schwachen Pot Odds eher folden.

Strong Draw: 8 outs und mehr. Je nach Verhalten der anderen Spieler, Sitzposition usw. kann man damit dem Spiel unter normalen Umständen bis zum River folgen.

Monster Draw: 14 outs und mehr. Diese Hand erlaubt ein aggressives Spiel und sollte auf jeden Fall gespielt werden.

 

Die Odds

 

Im Gegensatz zur Wahrscheinlichkeit beschreiben die Odds die Möglichkeiten, dass ein Ereignis nicht eintritt im Verhältnis dazu, dass ein Ereignis eintritt. Zur Erklärung verwenden wir wieder oben genanntes Beispiel.
Um einen Flush zu erhalten helfen uns 9 Karten. Die anderen 38 Karten im Deck helfen uns nicht. Also sind die Odds 38 zu 9. Kürzt man das Ergebnis, so erhält man 4,22 zu 1. Sollte diese Situation eintreten, wird man statistisch gesehen vier Mal den Flush nicht bekommen und jedes fünfte Mal den Flush erhalten.

 

Die Pot Odds

 

Die Berechnung der Odds hilft dem Spieler sich zu entscheiden, ob er im Spiel bleibt oder nicht, denn er vergleicht seine Odds mit den so genannten Pot odds.

Pot Odds spiegeln das Verhältnis wieder zwischen dem was ich in den Topf investieren muss wenn ich weiter im Spiel bleiben möchte und dem was bereits im Topf liegt. Dabei spielt das bereits gesetzte Geld keine Rolle; nur die gesamte Summe im Topf darf die Entscheidung beeinflussen.

Ein Beispiel: Im Topf liegen zwanzig Dollar. Um im Spiel zu bleiben muß der Spieler vier Dollar bezahlen. Es ergibt sich ein Pot Odd von 20$ zu 4$, also 5 zu 1.

Vergleicht man nun als Spieler die eigenen Odds mir den Pot Odds so gilt folgendes. Ist das Verhältnis positiv bleibt man im Spiel, ist es negativ, ist die Hand aufzugeben.
Nehmen wir wieder das vorige Beispiel: Die eigenen Odds sind abgerundet bei 4 zu 1, die Pot Odds bei 5 zu 1. Im Pott liegen 20$. Der Spieler muß 4$ callen, die ein Spieler vor ihm gesetzt hat. Laut seinen Odds würde er viermal 4$ verlieren und einmal 20$ gewinnen. Die Differenz Pot Odds zu Odds beträgt also vier Dollar. Der Spieler sollte demnach im Spiel bleiben. Angenommen der Gegenspieler hätte nicht um 4 $ sondern um 10$ erhöht. Die Pot Odds lägen dann bei 2 zu 1 und wären damit deutlich höher als die eigenen. Der Spieler würde vier Mal 10 $ verlieren und nur ein Mal 20 $ gewinnen. Die Differenz Pot Odds zu Odds beträgt demnach minus 20 $. In diesem Fall sollte der Spieler folden.



Microgaming Rake Race | Ongame Rake Race | Ipoker Race | Backgammon spielen | Rake Race | Team | Kontakt | FaQ | Poker Forum